Bericht der Sozialkommission der IPA Österreich / Ukrainehilfe Geschätzte Leserinnen und Leser, als Vorsitzender der Sozialkommission der IPA Österreich möchte Sie über die mittlerweile fünfte Hilfslieferung in die Ukraine informieren – ein weiterer bedeutender Schritt unserer gemeinsamen Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen sowie deren Familien, die vom Krieg betroffen sind. Bereits zu Beginn des Krieges wurde von der IPA Österreich ein Hilfsfonds eingerichtet, um IPA-Mitglieder und deren Angehörigen, die durch die Auswirkungen des Konflikts in Not geraten sind, gezielt zu unterstützen. In diesem Zusammenhang konnten unter anderem finanzielle Mittel an ein Waisenhaus in Polen bereitgestellt werden, das kriegsbetroffene Kinder aus der Ukraine aufgenommen hatte. Diese Hilfsaktion wurde in enger Zusammenarbeit mit der IPA Łódź organisiert. Darüber hinaus wurde vom International Executive Board (IEB) ein namhafter Betrag zur Verwirklichung weiterer Hilfsprojekte in der Ukraine zur Verfügung gestellt. Ein besonderes Sozialprojekt entstand durch die Initiative unserer 3. Vizepräsidentin, Elke Strohmeyer, in Zusammenarbeit mit dem Vizepräsidenten der IPA Rumänien, Marius Mureșan. Ziel war es, Kindern und Familien von im Krieg gefallenen IPA-Mitgliedern zumindest eine kleine Freude zu bereiten und ihnen in schwierigen Zeiten ein Zeichen der Hoffnung zu schenken. Im Rahmen dieser Initiative erfolgte von 11. bis 14. März 2026 die fünfte Hilfslieferung. Einen besonders berührenden Beitrag leisteten dabei die Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Güssing: Auf freiwilliger Basis wurden 140 Schuhkartons mit Süßigkeiten, kleinen Aufmerksamkeiten, Plüschtieren und Schulsachen gefüllt, liebevoll österlich verpackt und auf die Reise nach Rumänien und in weiterer Folge in die Ukraine geschickt. Mit einem unentgeltlich zur Verfügung gestellten Lieferwagen der Firma Marsch legte Elke Strohmeyer über 2.500 Kilometer zurück, um die Spenden sicher nach Rumänien und weiter in die Ukraine zu bringen. Nachdem ich schließlich am Flughafen von Cluj abgeholt wurde, führte die Reise sechs Stunden weiter nach Vicovu de Sus, nur wenige Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, wo wir schon von unseren rumänischen IPA-Freunden, Paul Mironescu und Peter Patraucean, sowie vom Vizepräsidenten der IPA Rumänien, Marius Muresan, empfangen wurden. Am 12. März erfolgte schließlich die Weiterfahrt in die westukrainische Stadt Czernowitz. Dort wurden die Hilfsgüter im Hauptquartier der Polizei übergeben. Polizeipräsident Victor ne Citajlo informierte die Delegation über die weiterhin äußerst angespannte Sicherheitslage in der Region (Raketen- und Drohnenangriffe). Im Rahmen dieser Übergabe erhielten mehrere Kinder, deren Väter im Krieg gefallen sind, persönliche Geschenke. Zusätzlich wurden Lebensmittelpakete an die Mütter verteilt. Bei dem Treffen in Czernowitz war auch der Präsident der IPA Chernihiv, Oleksandr Baydala, anwesend. Oleksandr hatte ich in der Schweiz kennengelernt und ihm vom Sozialprojekt der IPA Österreich in der Ukraine erzählt. Oleksandr informierte mich, dass sich die Großstadt Chernihiv im Donbass befindet und dauernden Angriffen der russischen Streitkräfte ausgesetzt ist. Zahlreiche Polizisten, die der IPA angehörten, wurden bei den schweren Kämpfen getötet und ersuchte mich um Unterstützung von Familien, deren Väter im Krieg gefallen sind. Da eine direkte Übergabe vor Ort aus Sicherheitsgründen nicht möglich war, wurden die Hilfsgüter dem Präsidenten übergeben. Die Verteilung an die betroffenen Familien erfolgte Ende März durch ihn vor Ort. Weiters wurden mehrere Kartons, mit den liebevoll verpackten Geschenken der Schüler aus Güssing, von den Freunden der IPA-Chernihiv zur Verteilung an bedürftige Kinder in den Donbass mitgenommen. Dank der großen Anzahl an gespendeten Paketen konnten auch Kinder in Vicovu de Sus in Rumänien beschenkt werden. Die Freude und Dankbarkeit der Schülerinnen und Schüler dort war überwältigend. Auch der Bürgermeister der Stadt, Gheorghe Schipor, sprach seinen herzlichen Dank für die Unterstützung aus. Am 13. März führte die Reise weiter nach Suceava, eine der bedeutendsten historischen Städte Rumäniens. Dort fand ein Austausch mit IPA-Kollegen der Gendarmerie sowie der Stadtpolizei statt. Im Rahmen dieses Treffens wurden ebenfalls Geschenke an zwei Kinder übergeben, deren Väter im Krieg ihr Leben verloren haben. Diese fünfte Hilfslieferung zeigt einmal mehr, wie wichtig Zusammenhalt, Menschlichkeit und internationale Zusammenarbeit innerhalb der IPA sind. Sie ist ein starkes Zeichen dafür, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Im Namen der IPA Österreichischen Sektion bedanke ich mich bei allen Beteiligten, die diese Aktion möglich gemacht haben. Ein besonderer Dank gebührt unserer 3. Vizepräsidentin und Landesgruppenobfrau der Steiermark, Elke Strohmeyer, für ihr unermüdliches Engagement und ihren persönlichen Einsatz für die Kinder und Familien in der Ukraine. Servo per amikeco Kurt Walker 2. Vizepräsident Fotos
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